Die Charakteristik der Gemeinde

Die mehr als 25 000 Einwohner zählende Gemeinde Zabierzów ist eine der größten Gemeinden in der Woiwodschaft Kleinpolen (Województwo Małopolskie). Sie liegt in der Nähe von Kraków und hat eine Fläche von 99,6 km2. Es ist eine Gemeinde mit reicher Geschichte, malerischen Juralandschaften und gleichzeitig moderner technischer Infrastruktur. Sowohl für Einwohner und Touristen als auch für Investoren ist es im Blick auf die Sicherheit, den hohen Lebensstandard und ein gutes Investitionsklima ein attraktiver und ansprechender Ort.

Einen wesentlichen Einfluss auf die dynamische Entwicklung der Gemeinde hat die bequeme und sehr schnelle Verkehrsverbindung mit dem Zentrum von Kraków. Im Gebiet unserer Gemeinde befinden sich der Internationale Flughafen „Johannes Paul II.“ Kraków – Balice, eine Autobahnauffahrt auf die A4 sowie eine Eisenbahnlinie. Die Gemeinde Zabierzów verfügt über einen aktuellen Bebauungsplan, eine gut entwickelte Verkehrs-, Wasserleitungs-, Kanalisations-, Gas- und Energie-Infrastruktur, eine moderne Ausbildungsbasis sowie ein Kommunales Kulturzentrum mit einem breit gefächerten Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Gemeinde bietet vielfältige Sport- und Erholungsmöglichkeiten. In ihrem Gebiet befinden sich ein Sport- und Erholungszentrum mit einem Hallenbad sowie einer Aufführungs- und Sporthalle mit 260 Plätzen, ein modernes Sportstadion, ein Gestüt, Tennisplätze, zahlreiche Kletterplätze sowie touristisch attraktive Routen. Dies alles führt dazu, dass die Zahl der Einwohner, Investoren und Touristen ständig steigt. Dank einer modernen Verwaltung und der Offenheit sowohl der Behörden als auch der Einwohner gilt die Gemeinde Zabierzów als attraktiver Ort mit großen Perspektiven für eine dynamische und ausgeglichene Entwicklung.

Die Gemeinde Zabierzów zeichnet sich durch eine abwechslungsreich gestaltete Geländeoberfläche aus. Sie liegt nämlich an der Grenze dreier Mesoregionen des Hochlandes von Kraków-Częstochowa: der Olkuska-Hochebene, des Krzeszowicki-Grabens und des Tenczyński-Hügels. Die Olkuska-Hochebene, die auch Ojców-Hochland genannt wird, erhebt sich durchschnittlich ca. 400 m über dem Meeresspiegel und fällt in einer Reihe von Felssprüngen, die sich im Relief in Gestalt steiler, felsiger Stufen von fast 100 m Höhe deutlich abzeichnen, zum Krzeszowicki-Graben ab. Ihre leicht welligen Gipfel werden von Süden her durch zahlreiche Flusstäler, die die Form gewundener Felsschluchten annehmen und im Volksmund Krakauer Tälchen genannt werden, durchschnitten. In dem auf der Landkarte dargestellten Gebiet befinden sich das Szklarki- und das Będkowska-Tal sowie die innerhalb der Grenzen der Gemeinde Zabierzów liegenden und wohl bekanntesten und meistbesuchten Täler: das Kobylańska- und das Bolechowicka-Tal, außerdem noch das Kluczwody-Tal weiter westlich. Ein ähnliches Bodenrelief zeichnet den Tenczyński-Hügel aus, die größte zerklüftete Erhebung in der Region Kraków. Seine sich durchschnittlich 300 m über dem Meeresspiegel erhebenden Gipfel fallen analog in steilen Stufen zum Krzeszowicki-Graben ab und sind von zahlreichen Tälern durchschnitten, von denen ein Teil jedoch abgestorben ist (z.B. Zapustny Dół, Wąwóz Kochanowski, Wąwóz Zbrza). Die östlichen Partien des Tenczyński-Hügels, also der innerhalb der Gemeinde Zabierzów liegende Teil, sind vom Zabierzowski-Wald bedeckt, einem der größten Waldkomplexe in der Region Kraków. Die genannten Mesoregionen werden von der mehrere Kilometer breiten tektonischen Senke des Krzeszowicki-Grabens zerteilt, der sich durch eine verhältnismäßig flache, ausgeglichene Oberfläche auszeichnet. Auf dem Grund des Krzeszowicki-Grabens fließt der Fluss Rudawa, der hinter Zabierzów nach Süden abbiegt und dabei unter dem legendären Kmita-Felsen eine Schlucht im Tenczyński-Hügel bildet.

Im geologischen Aufbau des besprochenen Gebietes hat der Hochjura-Kalkstein den größten Anteil, also ein hauptsächlich aus Calciumcarbonat bestehendes Gestein. Es entstand im warmen und verhältnismäßig flachen Meer, das vor etwa 160 Mio. Jahren die heutige Hochebene von Kraków-Częstochowa bedeckte, als sich auf dem Meeresboden Schalen und Skelette verschiedener Meeresorganismen, wie Krustentiere, Muscheln, Hohltiere, Armfüßer usw., ablagerten. In der Region Kraków bildet der Hochjura-Kalkstein einen etwa 300 m dicken Komplex von beträchtlicher lithologischer Differenziertheit. Besonders charakteristisch ist hier der Felskalkstein. Er ist Verwitterungsprozessen gegenüber am resistentesten, wurde dadurch aus den anderen Arten herauspräpariert und schafft heute die für das Landschaftsbild der Hochebene von Kraków-Częstochowa so typischen Felsen, sowohl auf den Gipfeln als auch in den Tälern. Im weiteren Formungsprozess des heutigen Bodenreliefs hatten, nachdem das letzte Meer in der Oberkreide (80 Mio. Jahre) verschwunden war, die gebirgsbildenden Bewegungen in den Alpen im Tertiär, genauer im Miozän (23 Mio. Jahre), den größten Einfluss auf seine gegenwärtige Gestalt. Als die sich faltenden Karpaten sich auf die starre Platte der Hochebene von Kraków-Częstochowa schoben, bewirkte dies deren Aufbrechen in verschieden große Blöcke, die einander entlang der Flächen der Verwerfungen verschoben, es führte also zur Entstehung der Zerklüftungen u.a. des Tenczyński-Hügels sowie einer tektonischen Senke, dem Krzeszowicki-Graben. Vor etwa 15 Mio. Jahren füllte ein Meer den Krzeszowicki-Graben aus, das dicke Folgen lehmiger Ablagerungen hinterließ, unter denen im Folgenden die ihn umgrenzenden Felswände herauspräpariert wurden, die im heutigen Bodenrelief in der Gestalt steiler, felsiger und zerklüfteter morphologischer Stufen hervortreten. Mit dem Ende des Tertiärs begann auch der Entstehungsprozess der heutigen Täler. Anfangs flossen die Bäche direkt in Richtung Weichsel durch den Krzeszowicki-Graben und den Tenczyński-Hügel, wobei sie ihre Bachbetten in die weichen Miozänsedimente gruben. Nachdem sie einen härteren Untergrund erreicht hatten, aber auch infolge der Absenkung des Wasserspiegels in der Weichsel, zogen sie nach Osten und vereinigten sich in der heutigen Rudawa. Die unteren Abschnitte des Tenczyński-Hügels wurden verlassen, aber bisweilen doch wieder von kleineren Wasserläufen, wie Sanka oder Brzoskwinka, ausgenutzt. Während des Quartärs, also unseres jetzigen Zeitabschnittes der Erdgeschichte (seit 1,8 Mio. Jahren), bildete sich das gegenwärtige Bodenrelief endgültig heraus. Die älteren Strukturen wurden in hohem Maße von hauptsächlich aus der Eiszeit stammenden Formationen überdeckt, wie dem auf den Gipfeln und Hängen auftretenden Löss, aber auch Sand, der gegen Ende der Glazialzeit (vor 15-12 Tsd. Jahren) angeweht wurde. Bei der Ausgestaltung des Bodenreliefs spielen Karstphänomene, die auf der chemischen Lösung von Karbonatgesteinen durch Niederschlagswasser beruhen, eine äußerst wichtige Rolle. Sie führen zu Karstquellen, Karsttrichtern, Tälern ohne Abfluss (bekannt z.B. aus der Region des Będkowska-Tals), einem charakteristischen Mikrorelief der Gesteinsoberfläche, aber vor allem zu zahlreichen Felshöhlen und flachen Höhlen, in die Tageslicht eindringt. Die Fragen des geologischen Aufbaus bringt der rote Lehr-Rundweg für Spaziergänger näher. Er führt u.a. durch zwei alte Steinbrüche in Zabierzów, in denen man verschiedene Kalksteinarten, Karstformen ausfüllende Tertiärablagerungen, aber auch Felsstrukturen durchschneidende Steilhänge sehen kann.
Aleksandrowice – Im Jahr 1401 erstmals in den Quellen erwähnt, darauf kam es in die Hand der Familie Karniński. Ende des 16. Jahrhunderts vermachte Stanisław Iwan Kamiński seinen Hof in Aleksandrowice den Krakauer Kalvinisten als Kirche. Bereits damals war dies das einzige Dissidentenzentrum, und seine Verlegung nach Wielkanoc bei Miechów im Jahr 1620 beendete praktisch die Geschichte der Reformation in Kraków. Der Hof in Aleksandrowice verfiel im Laufe der Zeit, so dass der damalige Gutsherr Dominik Herzog Radziwiłł im Jahr 1900 an seiner Stelle das jetzige, neoklassizistische Gutshaus errichtete. Daneben befinden sich ein etwas jüngeres Hinterhaus und weiter unten, am Weg, die Vorwerksgebäude vom Ende des 19. Jahrhunderts. Das Ganze wird von weitläufigen Grünanlagen mit Teichen und Alleen mit altem Baumbestand sowie einem heute nur noch teilweise erhaltenen Park umgeben.
Balice – Diese Ortschaft wird eher mit Kraków als mit der Gemeinde Zabierzów assoziiert. Befindet sich doch in ihrem Gebiet der Internationale Flughafen „Johannes Paul II.“ Kraków – Balice . Man kann sagen, die Geschichte hat einen Kreis gezogen. Im 16. Jahrhundert, dem „Goldenen Jahrhundert” auch in der Geschichte des Dorfes, machten nämlich die illustren Gäste auf ihrer Reise nach Kraków hier in der wahrlich königlichen Residenz der Familien Boner und später Firlej Station. In Balice waren künftige Königinnen vor den Hochzeitsfeierlichkeiten zu Gast – im Jahr 1543 die erste Frau von Zygmunt August, die Erzherzogin Elżbieta Rakuszanka, im Jahr 1553 die dritte Frau des Königs und Schwester von Elżbieta, Katarzyna; von hier aus machten sich die künftigen Ehegattinnen von Zygmunt III. Wasa in Hochzeitszügen auf den Weg nach Kraków – im Jahr 1592 Anna von Österreich und 1605 ihre Schwester Constance. Im Jahr 1574 war König Henryk Walezy zwei Mal in Balice zu Gast, u.a. kurz vor seiner Krönung, und im Jahr 1596 kam der Gesandte von Papst Clemens VIII., Kardinal Enrico Gaetano, der Gespräche über die Aufstellung einer christlichen Liga gegen die Türken führte. Leider verschonten die Kriege des 17. Jahrhunderts den von Familie Boner errichteten Palast nicht, ebenso wenig wie die ihn umgebenden Weinberge und Gärten. Ende des 17. Jahrhunderts errichtete Jan Szembek, einer der folgenden Gutsherren, auf den Fundamenten der alten Boner-Residenz einen neuen Palast, der seine jetzige Form in den Jahren 1887-94 erhielt. Sie war das Ergebnis eines grundlegenden Umbaus, den der damalige Gutsherr Dominik Herzog Radziwiłł durchführte. Die nach dem Krieg verstaatlichten Güter der Familie Radziwiłł wurden schließlich 1950 dem Institut für Zootechnik übergeben, das in den Jahren 1977-87 eine komplexe Restaurierung des Palastes durchführte und darin ein Konferenz- und Bankettzentrum errichtete. Der Palast ist von einem weitläufigen Landschaftspark mit vielfältigem Baumbestand umgeben, der teilweise an die alte Anlage im italienischen Stil anknüpft.
Bolechowice – Was für ein schöner Ort und lieblich anzusehen. Ist er nicht wie geboren zu Hirtenspielen (…) Zum Spiel der Wald, die Berge, die Ströme und Wasserquellen? Du hast alles, Bolechowice (…) – So pries Jan Paweł Woronicz 1784 in seiner Idylle „Bolechowice” den Zauber von Bolechowice, ab 1815 war er Bischof von Kraków, später Primas des Königreichs Polen, Politiker und Poet. Vielleicht schrieb Bischof Woronicz diese Worte hier, in Bolechowice, das durch eine Schenkung von Bolesław Wstydliwy 1243 teilweise Eigentum des Krakauer Kapitels wurde, vielleicht sogar im hiesigen Herrenhaus, das Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde und seine klassizistische Form bis heute bewahrt hat. Bolechowice erkennt man an seiner gotischen Pfarrkirche und im Grunde an ihrem großen Uhrenturm, der in den Jahren 1912-13 an den Korpus angebaut wurde. Die ältesten Teile des Gotteshauses sind das Presbyterium aus dem Jahr 1393 und der aus dem 15. Jahrhundert stammende Teil der Mauern des Kirchenschiffs, das im 17. Jahrhundert umgebaut und in den Jahren 1912-13 verlängert wurde. Bei der Innenausstattung, größtenteils Barock, verdient der Hauptaltar mit einem 1685 von Jan Trycjusz (Tretka), dem Hofkünstler von König Jan III. Sobieski, gemalten Kreuzigungsbild besondere Beachtung. Von den älteren Ausgestaltungselementen sind die gotischen Wandmalereien im Presbyterium aus den Jahren 1410-20 interessant, die bei der Restauration der Kirche in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt wurden.
Brzezie – Früher war der Ort aufgeteilt in Brzezie Szlacheckie, im Jahr1289 erstmals erwähnt und ritterliches Eigentum, und Brzezie Narodowe, das im Jahr 1260 genannt wird und zum Vermögen des Krakauer Kapitels gehörte. Im Dorf gab es einen Gutshof, an den nur noch Reste des im 19. Jahrhundert angelegten Parks erinnern, und ein Speicherhaus von etwa 1920, das heute innerhalb des Landwirtschaftgutes des Institutes für Zootechnik in Balice liegt.
Brzezinka – Der Ort wurde 1427 erstmals erwähnt, bis in die neueste Zeit gehörte er zur Vergütung der Dekanei des Krakauer Doms. Im 16. Jahrhundert gab es hier einen Gutshof, von dem jedoch keine Spuren erhalten geblieben sind.
Brzoskwinia – Obwohl der Ort erst 1325 erwähnt wird, existierte er, wie archäologische Forschungen zeigen, bereits im 12. Jahrhundert. Anfangs gehörte er dem Kleinadel. Ende des 15. Jahrhunderts wurde er Eigentum der Familie Tęczynski und stellte ein Teil der Güter des Tęczynski-Schlosses dar (in Rudno bei Krzeszowice), bis diese 1945 verstaatlicht wurden. Erwähnenswert ist, dass Brzoskwinia einer der führenden archäologischen Standorte aus der Zeit des späten Paläolithikums ist, das ist 13-11 Tsd. Jahre vor unserer Zeitrechnung. Im Ortsgebiet wurden in den Jahren 1974-80 Feuersteinbergwerke mit Arbeitsstätten zur ersten Bearbeitung des Steins für den weiteren Export entdeckt.
Burów – Obwohl es ein eigenständiges Dorf war, so war es doch seit seiner ersten Erwähnung im Jahr 1415 bis in die neueste Zeit durch Eigentumsverhältnisse eng mit Balice verbunden. Es ist umgeben von Wäldern, die sicherlich einst Urwald waren, worauf eine über 600 Jahre alte Eiche hindeuten kann, die an dem Weg nach Kleszczów wächst.
Karniowice – Im Jahr 1286 wurde es durch eine Schenkung von Leszek Czarny ein Ritterdorf, das u.a. die Familien Kmita, Tęczyński, Ossoliński und Morsztyn erbten. Ein äußerst wertvolles Baudenkmal ist der hiesige spätbarocke Gutshof, der aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts stammt. Im Zuge von Umbauarbeiten, die Stanisław Mieroszewski, ein galizischer Politiker und damaliger Gutsherr, im Jahr 1860 durchführte, erhielt der Hof Lukarnen und eine Veranda mit einem Fronton, das mit dem Ślepowrona-Wappen verziert war. Mieroszewski renovierte auch die neben dem Gutshaus stehende Barockkapelle, die vor 1624 von Jerzy Pipan errichtet worden war, einem Krakauer Apotheker und Arzt, Rektor der Kunstakademie in Padua, der nur recht kurz in Kamiowice herrschte. In der Kapelle ist ein Altar mit einem reich mit Mustern verzierten Antependium aus Marmor sowie sechs marmornen Epitaphien aus den Jahren 1665-75 erhalten geblieben.
Kobylany – Im Jahr 1399 erstmals erwähnt, gehörte der Ort bis in die neueste Zeit zur Dekanei des Krakauer Doms. Es gab hier einen Gutshof mit einem Vorwerk, dessen Platz zeitgenössische Gebäude eines landwirtschaftlichen Betriebes, die zum jetzigen Zeitpunkt zum Institut für Zootechnik in Balice gehören, eingenommen haben. Von der alten Bebauung ist die Hofkapelle vom Anfang des 19. Jahrhunderts erhalten geblieben.
Kleszczów – Der Ort zeichnet sich durch eine malerische und sehr günstige Lage in der Abgeschiedenheit der Wälder auf der sich über die umliegende Gegend erhebenden Anhöhe des Tenczyński-Hügels aus. Es war ein 1366 erstmals erwähntes Adelsdorf, das seit Anfang des 15. Jahrhunderts zu den Gütern von Aleksandrowice gehörte.
Kochanów – Der Ort wurde 1470 erstmals erwähnt. Unter dem Namen Chełm entwickelte er sich aus einer kleinen Siedlung bei einem Wirtshaus, die zu den Gütern von Aleksandrowice gehörte. 1896 errichtete der damalige Gutsherr von Aleksandrowice, Eugeniusz Herzog Lubomirski, hier einen hölzernen Jägerhof, der fast von Anfang an karitativen Zwecken diente: der Hilfe für Kinder. Auch nach dem Krieg befand sich hier eine Schule.
Młynka – Die ersten Notizen über das Dorf, die aus dem Jahr 1418 stammen, lassen erkennen, dass es damals ein nach deutschem Recht organisiertes Adelsdorf war. Siehe auch Nielepice.
Niegoszowice – Dies war ein 1373 erstmals genanntes Adelsdorf. Es gehörte u.a. den Familien Niegoszowski und Firlej und seit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert Michał Sołtyk, dem Dechaten des Krakauer Domkapitels, der im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts auf den Fundamenten des alten, von einem Park umgebenen Gutshofes den jetzigen klassizistischen Palast errichtete.
Nielepice – Dieses Dorf mit einer in das Jahr 1400 reichenden Gründungsurkunde zeichnet sich durch ein Kreuz aus, das Mitte der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts (das jetzige Kreuz ist aus dem Jahr 1971) auf einem hohen, die Umgebung überragenden Aussichtsfelsen aufgerichtet wurde. Eine interessante Besonderheit von Nielepice sind die Reste der deutschen Feldbefestigungen. Angesichts der näherrückenden sowjetischen Offensive begannen die Deutschen 1944 entlang der Hochebene von Kraków-Częstochowa mit dem Bau der sog. Linie B-1. Dazu gehörten sowohl Bodenobjekte (Gräben, Schanzen), aber vor allem auch Schutz- und Kampfbunker aus Beton, Einzelfeuerstellungen, Depotbunker, zu Knotenpunkten des Widerstandes zusammengezogen, die an strategisch wichtigen Stellen lokalisiert wurden. Hier in Nielepice sowie im benachbarten Młynka riegelte der Widerstandsknotenpunkt die Strecke Kraków – Katowice ab. Ein ähnlicher Knotenpunkt, der aus drei Bunkern bestand, sicherte den Weg von Rudawa nach Brzezinka.
Pisary – Das 1319 erstmals erwähnte Ritterdorf war der Sitz von zwei Pisarski-Geschlechtern – den im Mittelalter aus der Topór-Linie (Graf Topór) hervorgegangenen, genannt Ryterski, und im Folgenden etwa ab der zweiten Hälfte des 16. bis Anfang des 19. Jahrhunderts den Piskarskis aus dem Geschlecht der Śreniawa. Im Jahr 1848 erwarben die Grafen Potocki von Krzeszowice Pisary und behielten den Ort bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Ein Andenken an die Geschichte ist der weitläufige Gutshofkomplex, dessen wertvollstes Denkmal ein Renaissance-Lehmhaus ist, d.h. ein ursprünglich aus Ziegelstein gemauertes Gutshaus mit Türmen vom Anfang des 17. Jahrhunderts. Gegenüber befinden sich ein spätklassizistisches Speicherhaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie eine aus Ziegelstein gemauerte Scheune aus derselben Zeit, die heute von einem arg verwüsteten Park umgeben werden.
Radwanowice – Die Legenden schreiben die Gründung des Dorfes dem Ritter Radwan zu, der sich in den umliegenden Wäldern versteckt haben soll, nachdem König Bolesław Śmiały („der Kühne“) den Bischof Stanisław von Szczepanowo getötet hatte. Historisch erwähnt wird das Dorf erstmals im Jahr 1329. Es bildete ein sehr zersplittertes adliges Eigentum. In der Geschichte des Dorfes haben die Jahre der deutschen Besetzung äußerst tragische Spuren hinterlassen. Viele Bewohner von Radwanowice waren damals in der Widerstandsbewegung aktiv. In einem Racheakt pazifizierten die Deutschen das Dorf und ermordeten 30 Bewohner auf bestialische Art. 1945 wurden sterblichen Überreste der Opfer exhumiert und in einem gemeinsamen Grab auf dem Friedhof in Rudawa feierlich beigesetzt, an der Hinrichtungsstätte wurde dagegen ein Denkmal aufgestellt.
Heute ist Radwanowice durch die Tätigkeit der Bruder-Albert-Stiftung bekannt, die intellektuell Behinderten hilft. Mitbegründerin der Stiftung war Zofia Tetelowska (gest. 2003), die ihr 1998 ihr Vermögen überschrieben hat, darunter das Gebäude des ehemaligen Gutshofes. Es stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde aber 1911 von den Österreichern zur Grenzwache umgebaut (die Teilungsgrenze verlief entlang des nahe gelegenen Szklarki-Tals). Vor Kurzem wurde es gründlich renoviert. Einer ähnlichen Restauration wurden die angrenzenden Wirtschaftsgebäude unterzogen, wobei auch neue Pavillons und eine Kirche, bei der ein Denkmal des Papstes Johannes Paul II. die Aufmerksamkeit auf sich zieht, errichtet wurden.
Rudawa – ist eines der am frühesten quellenmäßig bezeugten Dörfer in der Umgebung von Kraków. Der 1185 verstorbene Graf Jan, genannt Gniewomir, schenkte es dem Krakauer Kapitel zusammen mit der Kirche. Von dieser Zeit an verblieb Rudawa bis 1939 in den Gütern des Kapitels. Ein wertvolles Baudenkmal ist die hiesige Pfarrkirche, deren frühgotisches Presbyterium, das um das Jahr 1300 errichtet wurde, als einer der ältesten Ziegelbauten in kleinpolnischen Dörfern gilt. Das ursprünglich hölzerne Kirchenschiff wurde Ende des 15. Jahrhunderts durch eine gemauertes ersetzt, welches im Folgenden Anfang des 17. Jahrhunderts umgebaut wurde. Daran angrenzend befinden sich ein hölzerner Glockenturm aus dem Jahr 1541 sowie ein Renaissance-Anbau aus dem Jahr 1631. Unter der überwiegend barocken Ausstattung der Kirche verdient der Hauptaltar, der sicher aus der Zeit vor 1617 stammt, besondere Beachtung. Darin befindet sich ein mit lokalem Kult umgebenes gotisches Bild der Muttergottes mit Kind (im Typus der Hodegetria) von etwa 1450. Vorgeschoben ist ein manieristisches, aus der Zeit um 1600 stammendes Bild der heiligen Anna Samotrzeć. Die Kirche ist umgeben von einer vor 1783 errichteten Mauer mit einem Tor, einer Leichenhalle in einer Ecke, einem Turm, dem sog. „Uhrenturm“, sowie dem aufgestockten neueren Glockenturm.
Anfang des 20. Jahrhunderts begann Rudawa sich in einen Ferienort vor den Toren von Kraków umzugestalten. Man fing an, in der Region um die Bahnstation aus Ziegelstein gemauerte Villen zu errichten, vielleicht nach dem Vorbild von Antonina Domańska, der späteren Autorin vielgelesener Jugendromane (“Historia żółtej ciżemki” u.a.), die 1896 das charakteristische „Haus mit Türmchen“ baute. Im Sommer 1908 wohnte darin Henryk Sienkiewicz. Damals bekam der Schriftsteller jeden Morgen frische Milch von einem ortsansässigen Jungen, Staś Tarkowski, den er mochte. Später gab er dessen Vor- und Nachnahmen der Hauptfigur in “Durch Wüste und Wildnis”. In Rudawa wohnten auch Antoni Procajłowicz, ein Maler und Graphiker, bei dem Stanisław Wyspiański häufig zu Gast war, der Professor der Jagiellonen-Universität Stanisław Smolka, historischer Berater von Henryk Sienkiewicz, sowie Karol Ludwik Koniński, ein Vorkriegsschriftsteller, Kritiker und Essayist, der heute in Vergessenheit geraten ist.
Rząska – Ursprünglich war der Ort im 14. Jahrhundert Adelseigentum, doch in der Zeit von Mitte des 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts bildete sich die Teilung in einen der Marienkirche in Kraków gehörenden Geistlichen Teil und das adlige Rząska Szlachecka heraus. Doch schon 1915 wurde ein Teil des Dorfes wieder von Kardinal Adam Sapieha gekauft und wurde kurz darauf Eigentum der Albertinerinnen, die den ehemaligen, aus dem 19. Jahrhundert stammenden Gutshof, der von einem historisch wertvollen Park umgeben war, nach 1950 zu einem Ordenshaus umbauten. In der Nähe erstrecken sich zwei ökologische Nutzflächen: „Podgołogórze” mit einer Fläche von 6,75 ha und „Uroczysko w Rząsce” mit einer Fläche von 59,1 ha. Sie schützen ein Gebiet mit Teichen und Röhricht, Feuchtwiesen sowie die Standorte des vom Aussterben bedrohten Moor-Veilchens.
Szczyglice – Ähnlich wie in Rząska gab es hier ursprünglich im Jahr 1374 je einen Teil mit adligem und einen mit geistlichem Eigentum, doch schon im 15. Jahrhundert ist der Ort als dem Landgut in Balice zugehörend verzeichnet.
Ujazd – Der quellenmäßig erstmals 1388 erwähnte Ort war Adelseigentum, u.a. im 15. Jahrhundert von Familie Tęczyński, im 18. Jahrhundert von Familie Męciński und zuletzt im 20. Jahrhundert von Familie Albrzykowski. Von dem ehemaligen Gutshofkomplex sind praktisch nur Reste des Landschaftsparks erhalten geblieben, der Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurde und von Alleen mit altem Baumbestand umgeben ist.
Więckowice – Die erste Erwähnung des Dorfes aus dem Jahr 1440 stammt von Jan Długosz, der es damals als Pfründe des Krakauer Domkapitels zur Vergütung besaß. Im Jahr 1804 kaufte Familie Florkiewiczów die zuvor von der österreichischen Regierung säkularisierten Güter von Więckowice. Sie errichteten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den jetzigen neugotischen Gutshof, der 1953 für die Bedürfnisse des nach wie vor hier bestehenden Fürsorgeheimes umgebaut wurde. Der Gutshof ist von einem weitläufigen Landschaftspark umgeben.
Zabierzów – Mit 4,6 Tsd. Einwohnern ist dies das größte und am stärksten industrialisierte Dorf in der Gemeinde. Im Jahr 1254 erstmals historisch erwähnt, gehörte es als Rogoźnik den Norbertinerinnen aus dem Krakauer Zwierzyniec und verblieb bis in die neueste Zeit in den Gütern dieses Konventes. Zwei Brände im 13. Jahrhundert führten dazu, dass das wiederaufgebaute Dorf die Gestalt eines Straßendorfes annahm, das sich entlang der historischen schlesischen Landstraße erstreckte, das ist der heutige Weg Nr. 79 – Krakowska-Straße. Dort erhebt sich eine stattliche Kirche aus den Jahren 1908 – 1938, deren pseudogotischer, recht bescheidener Baukörper durch einen zeitgenössischen frei stehenden Glockenturm belebt wird. Ein interessantes Denkmal der neuesten Geschichte ist der Obelisk, der sich gegenüber einer alten Mühle hinter Rudawa befindet. Er wurde am 50. Jahrestag der Festnahme der hier wohnenden Familie Pogan durch die Gestapo am 03.07.1943 enthüllt und erinnert auch daran, dass die Brüder Marian und Mieczysław Pogan 1941 eine Diversionsgruppe des Verbandes für den bewaffneten Kampf (ZWZ) organisierten, die sich im Folgenden in die erste Partisaneneinheit der Krakauer Heimatarmee (AK) umgestaltete.
Zelków – Fast im Zentrum dieses historisch königlichen Dorfes, das 1403 erstmals erwähnt wird, neben der Schule, zieht ein Denkmal des Papstes Johannes Paul II., das von dem Krakauer Bildhauer Władysław Dudek erstellt wurde, die Aufmerksamkeit auf sich.

Die mehr als 22 000 Einwohner zählende Gemeinde Zabierzów ist eine der größten Gemeinden in der Woiwodschaft Kleinpolen (Województwo Małopolskie). Sie liegt in der Nähe von Kraków und hat eine Fläche von 99,6 km2. Es ist eine Gemeinde mit reicher Geschichte, malerischen Juralandschaften und gleichzeitig moderner technischer Infrastruktur. Sowohl für Einwohner und Touristen als auch für Investoren ist es im Blick auf die Sicherheit, den hohen Lebensstandard und ein gutes Investitionsklima ein attraktiver und ansprechender Ort.
Einen wesentlichen Einfluss auf die dynamische Entwicklung der Gemeinde hat die bequeme und sehr schnelle Verkehrsverbindung mit dem Zentrum von Kraków. Im Gebiet unserer Gemeinde befinden sich der Internationale Flughafen „Johannes Paul II.“ Kraków – Balice, eine Autobahnauffahrt auf die A4 sowie eine Eisenbahnlinie. Die Gemeinde Zabierzów verfügt über einen aktuellen Bebauungsplan, eine gut entwickelte Verkehrs-, Wasserleitungs-, Kanalisations-, Gas- und Energie-Infrastruktur, eine moderne Ausbildungsbasis sowie ein Kommunales Kulturzentrum mit einem breit gefächerten Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Gemeinde bietet vielfältige Sport- und Erholungsmöglichkeiten. In ihrem Gebiet befinden sich ein Sport- und Erholungszentrum mit einem Hallenbad sowie einer Aufführungs- und Sporthalle mit 260 Plätzen, ein modernes Sportstadion, ein Gestüt, Tennisplätze, zahlreiche Kletterplätze sowie touristisch attraktive Routen. Dies alles führt dazu, dass die Zahl der Einwohner, Investoren und Touristen ständig steigt. Dank einer modernen Verwaltung und der Offenheit sowohl der Behörden als auch der Einwohner gilt die Gemeinde Zabierzów als attraktiver Ort mit großen Perspektiven für eine dynamische und ausgeglichene Entwicklung.